katholikentag_2018Vom 9. – 13. Mai fand unter dem Slogan „Suche Frieden“ in der Stadt, in der 1648 der Westfälische Frieden den Dreißigjährigen Krieg beendete, der 101. Deutsche Katholikentag statt. Mit mehr als 50000 Dauerteilnehmern war er so  stark besucht wie kein Katholikentag seit 1990. Für das Konfessionskundliche Institut nahm Catholica – Referent Martin Bräuer an diesem Treffen teil und wirkte bei dem Podium „Ethische Positionen – Spaltpilz der Ökumene? Wie tief reichen die Differenzen?“ mit.

Auch bei dem Großereignis in Münster war das Thema des gemeinsamen Kommunionempfangs für konfessionsverschiedene Paare überall gegenwärtig und hatte durch den Gesprächstermin der deutschen Bischöfe im Vatikan kurz vor dem Katholikentag eine ungeahnte Aktualität gewonnen. Dabei ging es in der Diskussion nicht nur um die Situation der betroffenen Familien, sondern auch um die Diskussionskultur in der Deutschen Bischofskonferenz, die weltkirchliche Einbindung und die Rückwirkungen auf die Ökumene. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzte schon in seiner Eröffnungsrede als “bekennender evangelischer Christ, der in einer konfessionsverschiedenen Ehe lebt”, ein Signal: “Ich bin sicher: Abertausende Christen in konfessionsverschiedenen Ehen hoffen darauf.”

Nach dem 101. Katholikentag in Münster wird es im Jahr 2019 den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund und dann 2021 den 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main geben. Dort haben in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau und dem Bistum Limburg die gemeinsamen Vorbereitungen bereits begonnen. Die beiden gastgebenden Kirchen präsentierten zum Katholikentag beispielsweise schon ihre gemeinsame Webseite zum ÖKT.

Copyright: 101. Deutscher Katholikentag Münster