v.l.: Prof. Ekaterini Tsalampouni, Prof. Elisabeth Prodromou, Prof. Kyrill Hovorun, KI-Referentin Dr. Dagmar Heller

v.l.: Prof. Ekaterini Tsalampouni, Prof. Elisabeth Prodromou, Prof. Kyrill Hovorun, KI-Referentin Dr. Dagmar Heller

Unter der Schirmherrschaft und auf Anregung des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel organisierte die theologische Fakultät der Aristoteles-Universität in Thessaloniki die achte internationale Konferenz für orthodoxe Theologie vom 21.-25. Mai 2018, die sich mit dem Thema „Das heilige und große Konzil der Orthodoxen Kirche – Orthodoxe Theologie im 21. Jahrhundert“ beschäftigte. Mehr als 120 akademische Theologen, sowie Bischöfe und Studierende versammelten sich hier, zum überwiegenden Teil aus der griechisch-sprachigen Orthodoxie, aber auch einige Vertreter aus anderen Patriarchaten wie u.a. der Rumänischen Orthodoxen Kirche, aus Bulgarien und Serbien und vom Moskauer Patriarchat sowie ein georgisch-Orthodoxer Theologe und einige Orthodoxe aus den USA. Hinzu kamen ökumenische Gäste, zu denen auch die Orthodoxiereferentin des Konfessionskundlichen Instituts, Dr. Dagmar Heller, gehörte. Sie hatte die Gelegenheit, im Verein mit einer anglikanischen, einer reformierten, einer römisch-katholischen und einer lutherischen Stimme das Konzil von Kreta aus evangelischer Perspektive zu beleuchten. In diesen Beiträgen wurde einerseits das in Kreta deutlich bestätigte ökumenische Engagement der orthodoxen Kirche positiv gewürdigt und gleichzeitig auf die Defizite und Unklarheiten der Konzilsdokumente im Hinblick auf die Ekklesialität der nicht-orthodoxen Kirchen hingewiesen. Insgesamt war die Tagung einerseits durch die Teilnehmenden, andererseits durch die behandelten Themen ausgesprochen ökumenisch ausgerichtet, so dass nicht nur von den nicht-orthodoxen Teilnehmern, sondern auch von etlichen orthodoxen Vortragenden viele Anstöße für weiteres Nachdenken im Hinblick auf die Zukunft des ökumenischen Dialogs mit den anderen Kirchen gegeben wurden.