KI-referentin D.Heller im Gespräch mit Bischof Anba Damian und Msgr. Wilm Sanders

KI-referentin D.Heller im Gespräch mit Bischof Anba Damian und Msgr. Wilm Sanders

Im Rahmen einer dreitägigen Jubiläumsfeier der Gründung des koptisch-orthodoxen Klosters der heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius vor 25 Jahren in Höxter Brenkhausen fand am Samstag, den 2. Juni 2018 ein theologisches Symposium statt, das die koptisch-orthodoxe Kirche vor allem in ihrer Bedeutung für die Ökumene von verschiedenen Seiten beleuchtete. Das Konfessionskundliche Institut war durch die Orthodoxiereferentin Dr. Dagmar Heller vertreten, die diese Veranstaltung in mehrerer Hinsicht als „sehr ertragreich“ beurteilte.

Professor Dr. Martin Tamcke von der Universität Göttingen, ein ausgewiesener Kenner der orientalischen Kirchen, arbeitete in seinem Vortrag interessante Ansätze für den ökumenischen Dialog aus der Geschichte der Beziehungen der Kopten mit Lutheranern bzw. in jüngster Zeit mit der EKD heraus. Dr. Sebastian Elsäßer, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Islamwissenschaft an der Universität Kiel, beleuchtete die gesellschaftliche Rolle der Koptischen Kirche im heutigen Ägypten. Ein weiterer Vortrag (Prof. Dr. Siegfried Richter, Münster) war dem monastischen Leben gewidmet, das in der koptischen Kirche einen wichtigen Stellenwert in der Spiritualität hat. Zum Abschluss analysierte Dr. Fouad Ibrahim, Prof. em. Für Sozialgeographie an der Universität Bayreuth, die Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Tradition und neuem Kontext, die die Diasporasituation an die Kopten stellt. Hinzu kamen Grußworte ökumenischer Partner (Bischof Dr. Markus Dröge für die EKD und Weihbischof Wilhelm Zimmermann für die Deutsche Bischofskonferenz der Katholischen Kirche) sowie die geistliche Umrahmung durch Andachten wie das koptische Mittagsgebet in der Klosterkirche und eine ökumenische Vesper in der katholischen Pfarrkirche.