Foto: 500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.

Foto: 500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.

Am 2. und 3. September traf sich die Steuerungsgruppe des Jubiläums „500 Jahre Täuferbewegung“. Der Freikirchenreferent des Konfessionskundlichen Instituts (KI), Dr. Lothar Triebel, der in der Steuerungsgruppe mitarbeitet, hatte dazu eingeladen, die Sitzung in Bensheim abzuhalten.

Zu den Tagesordnungspunkten gehörte die Eröffnung des Jubiläums im Mai 2020 und die Medienstrategie für die Halbdekade 2020-2025, mit der das Jubiläum begangen werden soll. Zu diesen Medien gehören Themenhefte: Jedes Jahr der Halbdekade hat ein eigenes Thema, dem auch ein Heft gewidmet wird. Technika des ersten Themenheftes, zu dessen Autoren auch Triebel gehört, wurden besprochen, genauso    aber auch Pläne für einen Film und für eine Ausstellung; der Ausbau der schon online gestellten Netzseite gehörte ebenfalls zu den TOPs.

Das Jubiläum wird wesentlich von Mennoniten und Baptisten getragen, die sich dafür aber von vorneherein mithilfe der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit anderen Konfessionen vernetzt haben. Diskutiert wurden während der Arbeitstagung Möglichkeiten, wie das Anliegen der Täuferbewegung auf allen Ebenen gemeindlichen und kirchlichen Lebens zum Thema werden kann: Arbeit in Gemeinden der täuferischen Gemeindebünde wie in Gemeinden anderer Kirchen; Zusammenarbeit von einzelnen Gemeinden und im Rahmen der ACKs auf lokaler und regionaler Ebene.

Auch bundesweit wird das Thema „Täuferbewegung“ zur Geltung gebracht; So veranstalten ACK und der Verein „500 Jahre Täuferbewegung“ gemeinsam am 29.10.2019 in Erfurt einen Studientag. Der Verein möchte auch beim Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main mitwirken, und er hat die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen in Karlsruhe 2021 im Blick. International arbeitet er jetzt schon mit mennonitischen und baptistischen Gemeindebünden in den Niederlanden, USA etc. zusammen.

Die Bedeutung der Täufergeschichte für die Gesellschaft soll insbesondere in Kooperation mit Universitäten herausgestellt werden. In der Steuerungsgruppe wirken mit der baptistischen Theologin Prof. Dr. Andrea Strübind (Universität Oldenburg) und der mennonitischen Historikerin PD Dr. Astrid von Schlachta (Universität Regensburg) auch zwei Hochschullehrerinnen mit.

Im Anschluss an die Arbeitstagung nahmen die Mitglieder der Steuerungsgruppe am Jahresempfang des KI (s. http://konfessionskundliches-institut.com/allgemein/sommerempfang-im-konfessionskundlichen-institut-bensheim-am-3-september-2019/ ) teil. Das Impulsreferat, das dort der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschand, der bayrische Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm hielt, war auch für die Arbeit der Steuerungsgruppe „Täuferjubiläum 2025“ eine Ermutigung: Sein zentraler Begriff war „Aufbruch Ökumene“, und diesen wollte er programmatisch mit einem Ausrufezeichen versehen.