Der Leiter des Konfessionskundlichen Institut, Walter Fleischmann-Bisten

Der Leiter des Konfessionskundlichen Institut, Walter Fleischmann-Bisten

Der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim feierte am 12. Juli 2015 seinen 65. Geburtstag und wird aus diesem Anlass am Montag, 13. Juli 2015, mit einem Empfang geehrt. Bereits seit 31 Jahren ist Fleischmann-Bisten in diesem vom Evangelischen Bund getragenen Institut tätig. Als Theologe, Kirchenhistoriker und Konfessionskundler sei er nie müde geworden, sich als ein unabhängiger Mittler des kirchlichen Geschehens zu verstehen und komplizierte theologische Zusammenhänge transparent zu machen, würdigt Gury Schneider-Ludorff, Präsidentin des Evangelischen Bundes, den Jubilar. Fleischmann-Bisten habe zur Förderung des ökumenischen Dialogs und zum besseren Verstehen der Konfessionen wesentlich beigetragen. Der Evangelische Bund e.V. in Bensheim ist Träger des Konfessionskundlichen Instituts. Die Arbeit des Konfessionskundlichen Instituts wird zudem von der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelischen Kirche der Pfalz finanziell getragen.
Fleischmann-Bisten, geboren 1950 im fränkischen Nürnberg, studierte in Erlangen, Zürich und München evangelische Theologie und Geschichte. Er war von 1973 bis 1976 wiss. Assistent an der Kirchlichen Hochschule Berlin und von 1977 bis 1984 Pfarrer im Gemeindedienst der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Es folgte die Promotion in kirchlicher Zeitgeschichte an der Universität Kiel bei Gottfried Maron. Fleischmann-Bisten wurde 1984 zum Generalsekretär des Evangelischen Bundes gewählt und hatte dieses Amt bis Februar 2015 inne. Über viele Jahre hinweg war er das kommunikative Zentrum des Evangelischen Bundes mit seinen bundesweit arbeitenden Mitgliedsverbänden.
Seit 2007 ist Fleischmann-Bisten Leiter des Konfessionskundlichen Instituts. Er war zuvor tätig als Geschäftsführer des Konfessionskundlichen Instituts und zusätzlich seit 1997 als Freikirchen-Referent. Der Schwerpunkt des theologischen Engagements von Fleischmann-Bisten liegt im Dialog mit den Freikirchen. So gehört er dem wissenschaftlichen Beirat des Vereins für Freikirchenforschung an. Fleischmann-Bisten hatte von 1994 bis 2000 Lehraufträge an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und seit 2009 an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau inne.
Dieses Engagement ehrt das Kollegium des Instituts mit einer Feier am Montag, 13. Juli 2015, im Konfessionskundlichen Institut in Bensheim und durch die Ausgabe 3/2015 des Materialdienstes als Festschrift zu Ehren Fleischmann-Bistens. Die Festschrift widmet sich der Geschichte des Konfessionskundlichen Instituts und dem Wirken von Fleischmann-Bisten mit Beiträgen von Gury Schneider-Ludorff, Professorin für Kirchengeschichte an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau und Präsidentin des Evangelischen Bundes, Reinhard Frieling, ehemaliger Bundesdirektor und Professor für Systematische und Ökumenische Theologie an der Philipps-Universität Marburg, Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Mitglied des Kuratoriums des Konfessionskundlichen Instituts, Karl Heinz Voigt, emeritierter Pastor der evangelisch-methodistischen Kirche und Autor mehrerer konfessionskundlicher Werke, Burkhard Neumann, Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut Paderborn, Erich Geldbach, baptistischer Theologe und emeritierter Professor für Ökumene und Konfessionskunde an der Ruhr-Universität Bochum, sowie Hans-Martin Barth, früherer Präsident des Evangelischen Bundes und Professor für Systematische Theologie an der Philipps-Universität Marburg.
Und was wünscht sich der Jubilar für die Zukunft? „Konfessionskunde in evangelischer und ökumenischer Verantwortung heißt für mich zuerst innerprotestantische Ökumene“, bekennt Fleischmann-Bisten. Er hält auch in Zukunft den „Blick auf unsere nächsten Konfessionsverwandten für unverzichtbar.“ Gerade auch in den Vorbereitungen für „2017 – 500 Jahre Reformation“ wird für Fleischmann-Bisten das theologische Erbe wie der kulturelle und spirituelle Reichtum des Protestantismus deutlich. Für ihn liegt in der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa – Leuenberger Kirchengemeinschaft“ das „anerkannte, erfolgreiche und mich faszinierende evangelische Ökumenemodell.“