Weltmissioneskonferenz in Arusha (Quelle: ÖRK)

Weltmissioneskonferenz in Arusha (Quelle: ÖRK)

Mit der Forderung nach einer stärkeren Beteiligung von Frauen in kirchlichen und politischen Entscheidungsprozessen hat am 8. März 2018 die Weltmissionskonferenz in Arusha (Tansania) begonnen. In seiner Eröffnungsansprache wies der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, darauf hin, dass es ein wichtiges Zeichen sei, dass der Beginn der Konferenz mit dem Weltfrauentag zusammenfalle. Auch die südafrikanische Theologin Mutale Mulenga Kaunda forderte in ihrem Hauptvortrag dazu auf, gerade junge Frauen aus Afrika stärker bei ihrem Kampf gegen patriarchale Strukturen zu unterstützen. Ein in diesem Sinn verändertes Verständnis von Nachfolge (discipleship) führe schließlich auch zu einer dringend notwendigen Transformation der Gesellschaft. Das Teilen der eigenen Geschichte (story-telling) sei dabei ein wichtiges Instrument, um die biographischen und kulturellen Implikationen, die neue missionstheologische Entwürfe in sich tragen, offen zu legen.

Bis zum 13. März 2018 treffen sich über 1000 Delegierte, Beobachter*innen und ökumenische Gäste aus aller Welt in Arusha zur Konferenz für Weltmission und Evangelisierung. Sie wird in der jetzigen Form seit 1961 von der Kommission für Weltmission und Evangelisation des ÖRK veranstaltet und führt damit die Tradition fort, die mit der Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh begann. Das Konfessionskundliche Institut ist in diesem Jahr erstmals mit einem ökumenischen Beobachter bei einer Weltmissionskonferenz vertreten.