Die Geschichte des Konfessionskundlichen Instituts unterteilt sich in drei Kapitel:


Das Gebäude: Wolfgang-Sucker-Haus

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem sog. Dritten Reich musste sich der Evangelische Bund, verstrickt in sein eigenes Versagen, neu orientieren – zumal die vormalige „Reichsgeschäftsstelle“ in Berlin ausgebombt war. Unter schwierigen Umständen gelang es dem gebürtigen Schlesier Pfarrer Wolfgang Sucker, 1947 in Bensheim ein Institut zu gründen. Dort begann er – zunächst quasi als Zwei-Mann-Betrieb – die römisch-katholische Kirche zu beobachten – unpolemisch und wissenschaftlich. Nach dem Institutsgründer Wolfgang Sucker (1905-1968), der später in der Nachfolge von Martin Niemöller zweiter Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wurde, ist seit 2005 das Dienstgebäude des Instituts benannt. In der Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils wuchs die Bedeutung der ökumenischen Arbeit – 1967 zog das Institut in ein größeres Dienstgebäude um. Seit November 2007 arbeitet das Institut wieder am angestammten Ort. Als Forschungsgebiete kamen seit 1981 auch die Freikirchen und Ostkirchen hinzu. Das Haus ist Standort der konfessionskundlichen Fachbibliothek mit über 50.000 Bänden und mehr als 200 Fachzeitschriften, die hier ausgewertet werden.