Sie erheben ihre Hände beim Singen. Sie sprechen in unverständlichen Sprachen. Sie fallen zu Boden, weil sie das Wirken des Geistes als umwerfende Kraft erleben. Außergewöhnliche Ergriffenheitserfahrungen manifestieren sich bis ins Körperliche hinein. In enthusiastisch geprägten Gottesdiensten geht es um ein Frommsein mit Begeisterung, um die „Enttabuisierung der Glaubensemotion“. Im Zentrum stehen neben der Predigt Lobpreis, Segenshandlungen, ein Siegesbewusstsein im Kampf gegen die Mächte des Bösen. Hervorgehoben wird das Wirken des göttlichen Geistes in Visionen und Träumen, in Eindrücken, Bildern und Liedern. Betont werden eher Symbolik als Logik, eher Fantasie als Vernunft, eher Gefühl als Reflexion. In Europa begegnet enthusiastische Spiritualität vielgestaltig: in klassischen Pfingstgemeinden, in afrikanischen, koreanischen, brasilianischen internationalen Gemeinden, in neuen charismatischen Gemeinden.

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Reinhard Hempelmann, Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin
www.ezw-berlin.de

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