Die Alt-Katholischen Kirchen (Heft 116)

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Beschreibung

Der Begriff „katholisch“ wird meist in Verbindung mit Päps­ten, Rom und dem Vatikan gebraucht, womit in ökumenischer und konfessionskundlicher Sicht „römisch-katholisch“ zu verstehen ist. „Alt-katholisch“ klingt nach „veraltet“ oder „konservativ“. Die Alt-Katholischen Kirchen sind aus der Ablehnung gegen die beiden Dogmen von der bischöflichen Allgewalt (Jurisdiktionsprimat) und der lehramtlichen Unfehlbarkeit des römischen Papstes hervorgegangen, die das Erste Vatikanische Konzil 1870 trotz starker Kritik verkündet hatte. Für viele Katholiken standen und stehen diese neuen Glaubenssätze im Widerspruch zur Heiligen Schrift wie zur Überlieferung der Alten Kirche. Die Gründungsgeneration der Alt-Katholischen Kirchen wollten um „ihres katholischen Gewissens“ willen am Glauben, der Verfassung und am Gottesdienst der katholischen Kirche der ersten Jahrhunderte festhalten. Die vorliegende Darstellung bietet einen Überblick über die Entstehung des Alt-Katholizismus, dessen Kirchen, Sakraments- und Ökumeneverständnis. Weitere Schwerpunkte sind die bereits früh geführten ökumenische Dialoge mit Anglikanern und Orthodoxen sowie ein Überblick über die anderen Alt-Katholischen Kirchen in der seit 1889 bestehenden Utrechter Union. Eine Zusammenstellung aller wichtigen Dokumente zur alt-katholischen Geschichte und Theologie erleichtert die Arbeit beim Kennenlernen dieser weltweit kleinen, aber in ökumenischer und katholischer Perspektive gewichtigen Konfessionsfamilie.

Dr. theol. Günter Eßer (Jahrgang 1949) war nach Promotion (1991 Universität Fribourg), Habilitation (1997 Universität Bern) und seelsorgerlicher Tätigkeit u.a. in Hamburg und Mannheim von 1998 bis 2015 Professor für Alt-Katholische Theologie und Direktor des Alt-Katholischen Seminars der Universität Bonn.

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