Was haben Kirchen am Schlüsselloch des Schlafzimmers zu suchen? Warum interessieren sich Kirchen so neugierig für Sex? In der evangelischen Kirche entzündet sich ein erbitterter Streit an einer Orientierungshilfe zur Familienpolitik. Wenige Textpassagen, in denen das traditionelle Bild der Familie erweitert wird, lassen streng konservative Kreise wütend aufgebehren. Vor allem der Vorschlag, homosexuelle Paare (und…

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Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Lima-Erklärung „Taufe, Eucharistie und Amt – Konvergenzerklärungen der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen“ ist die wechselseitige Anerkennung der Taufe, die elf Kirchen am 29. April 2007 im Dom zu Magdeburg im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich unterzeichnet haben, ein wichtiger ökumenischer Schritt. Mehr lesen: MD_2007-3_Leitartikel_Taufanerkennung

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Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Lima-Erklärung “Taufe, Eucharistie und Amt – Konvergenzerklärungen der Kommission für Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen” ist die wechselseitige Anerkennung der Taufe, die elf Kirchen am 29. April 2007 im Dom zu Magdeburg im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes unterzeichnet haben, ein wichtiger ökumenischer Schritt.

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Freikirchen sind zu einem Thema kritischer medialer Diskurse geworden und werden dabei häufig in einen Zusammenhang mit der Ausbreitung evangelikaler Bewegungen und mit Fundamentalisierungsprozessen der christlichen Religion gestellt. Ein nicht geringer Teil der Informationsanfragen, die an evangelische und katholische Weltanschauungsbeauftragte gerichtet werden, bezieht sich auf neue christliche Gemeinschaftsbildungen. Die etablierten Kirchen und Gemeinschaften sind mit einer neuen stilistischen Vielfalt in den Ausdrucksformen christlicher Frömmigkeit konfrontiert. Migration, Mission und religiöse Globalisierung verschärfen nicht nur kulturelle, weltanschauliche und religiöse Pluralisierungsprozesse.

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Leider ist es auch nach der Beobachtung ökumenischer Fachleute unübersehbar, dass sich „neue konfessionalistische und nationalistische Tendenzen in allen Religionen und Regionen“, breit machen. Deshalb ist es umso wichtiger, „dass wir uns daran erinnern, dass wir zur Einheit berufen sind“. Sie kennen alle die einschlägigen Texte, die Bilder und Metaphern über die Einheit der Glieder am Leib Christi, die durch einen Herrn, eine Taufe und einen Glauben verbunden sind, und das Gebet Jesu für diese Einheit im Neuen Testament (1. Korinther 12, Epheser 4, 1-5, Johannes 17, 20 f. u.a.). Die urchristlichen Gemeinden verstanden sich als eine Art Netzwerk in gegenseitiger Pflicht zur Unterstützung. Es gab kein uniformes Kirchen- und Amtsverständnis. Heute ist das ganz anders.

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Ursprünglich bezeichnete das Wort Freikirche eine christliche Kirche, die – im Gegensatz zu einer Staatskirche – vom Staat unabhängig war.

Es gab bis in die Neuzeit das Prinzip des Staatskirchentums, das auf der Einheitlichkeit der Weltanschauung beruhte. Die weltlichen und kirchlichen Herrschaften waren verbunden und alle Staatsangehörigen dieser Einheit unterworfen. Die römisch-katholische Kirche verstand sich als universell bestehende und gültige Kirche Die Reformation übernahm im wesentlichen diesen Staats- und Kirchenbegriff. Die Regionen, in denen die Reformation sich durchsetzte, wurden mithin evangelisch. Religiöse Überzeugungen, die etwa zur Abtrennung von der Staatskirche geführt hätten, wurden weder vom Staat noch von der Kirche geduldet. Erst die Demokratisierung hat ab der Mitte des 19. Jahrhunderts das Prinzip des Staatskirchentums im europäischen Raum allmählich durchbrochen.

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Die Dynamik der Ökumene liegt im Evangelium Jesu Christi. Wo Nachfolge Jesu Christi ernst genommen wird, wird auch das Ärgernis der Trennung unter seinen Nachfolgern ernst genommen. Das betrifft den einzelnen Christen wie auch die christlichen Kirchen und Gemeinschaften insgesamt.

Nun wird seit Jahren über Ermüdungserscheinungen im ökumenischen Miteinander geklagt. Entsprechende Symptome sind zweifellos vorhanden, betreffen aber vor allem die „alten“ Kirchen. Dabei wird oft nicht zur Kenntnis genommen, dass der ökumenische Gedanke gleichsam am linken Rand der „Konfessionskirchen“ unter verschiedenartigen Bedingungen neu an Dynamik gewonnen hat oder gewinnt.

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Im „Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche (VELKD) aus dem Jahre 2006 wird die „Neuapostolische Kirche“ (NAK) noch unter der Rubrik „Christliche Sekten“ vorgestellt, d.h. ihr wird mit dieser Zuordnung unterstellt, dass sie einen starken Konformitätsdruck nach innen und eine starke Abgrenzung nach außen praktiziere. Diese Einschätzung – begründet vor allem in „Sonderlehren“ der NAK – galt seit ihrer Entstehung als Abspaltung aus der „Katholisch-apostolischen Gemeinde“ im späten 19. Jahrhundert. Wegen häufiger Lehränderungen war es allerdings schwierig, die gerade geltende Lehre der NAK zu klären. Dies hat sich jetzt durch die am 4. Dezember 2012 erfolgte öffentliche Vorstellung eines neuen Katechismus verändert. Mit dem Katechismus ist nun eine – so hoffe ich – für die NAK verbindliche Formulierung ihrer Lehrgrundsätze zur Hand, die es allen Interessierten erlaubt, die zur seinerzeitigen Zuordnung zu „Sekten“ führenden Lehrsätze der NAK auf ihr gegenwärtiges Verständnis hin zu prüfen. Zunächst will ich einige der strittigen Lehrgegenstände beschreiben.

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Das Referat Freikirchen im Konfessionskundlichen Institut beobachtet Entwicklungen in den evangelischen Freikirchen und der innerprotestantischen Ökumene. Das Referat Freikirchen wird zum 01.01.2018 neu besetzt. 

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