Leider ist es auch nach der Beobachtung ökumenischer Fachleute unübersehbar, dass sich „neue konfessionalistische und nationalistische Tendenzen in allen Religionen und Regionen“, breit machen. Deshalb ist es umso wichtiger, „dass wir uns daran erinnern, dass wir zur Einheit berufen sind“. Sie kennen alle die einschlägigen Texte, die Bilder und Metaphern über die Einheit der Glieder am Leib Christi, die durch einen Herrn, eine Taufe und einen Glauben verbunden sind, und das Gebet Jesu für diese Einheit im Neuen Testament (1. Korinther 12, Epheser 4, 1-5, Johannes 17, 20 f. u.a.). Die urchristlichen Gemeinden verstanden sich als eine Art Netzwerk in gegenseitiger Pflicht zur Unterstützung. Es gab kein uniformes Kirchen- und Amtsverständnis. Heute ist das ganz anders.

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Am 22. Oktober 1991 wurde der damalige Metropolit von Chaldcedon, Bartholomaios Archondonis, zum Nachfolger des verstorbenen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. gewählt. Seit seiner Amtseinführung am 2. November 1991 amtiert er als Bartholomaios I. „Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom und Ökumenischer Patriarch“ wie sein voller Titel lautet. Als Ökumenischer Patriarch ist er Ehrenoberhaupt von mehr als 300 Millionen orthodoxen Christen. Er gilt als weithin anerkannter Theologe, als reformorientierter Vertreter der Orthodoxie, der sich insbesondere im interreligiösen Dialog, in der Ökumene sowie in der Ökologie engagiert, was ihm den Ehrennahmen des „Grünen Patriarchen” eingebracht hat.

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