Sowohl der Verein für Freikirchenforschung (VFF) als auch die Gesellschaft für Freikirchliche Theologie und Publizistik (GFTP) haben im Oktober ihre Mitgliederversammlungen abgehalten, die GFTP auch turnusgemäß ihre Jahrestagung. Das Konfessionskundliche Institut Bensheim (KI) ist Mitglied in beiden Vereinen und bezieht dadurch auch die jeweilige wissenschaftliche Zeitschrift bzw. das Jahrbuch für seine Bibliothek. KI-Freikirchenreferent Dr. Lothar Triebel vertritt das KI in beiden Vereinen.

Foto: Wolfgang Krauß, Augsburg

 

Während der VFF seine Mitgliederversammlung und Jahrestagung regelmäßig im Frühjahr abhält und deshalb 2020 (zunächst) coronabedingt absagen musste, tritt die GFTP für beides üblicherweise im Herbst zusammen. Mit gehörigem Abstand war dies Freitag und Samstag, 9. und 10. Oktober 2020, in der Hamburger Mennonitenkirche möglich. Sonntags traf man sich dann im Gemeindezentrum der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Diesmal wurde die Jahrestagung gemeinsam mit dem Mennonitischen Geschichtsverein organisiert. Thema der Tagung war „Religionsfreiheit – Erbe, Label, Verpflichtung?“ als Teil des ersten Themenjahres der Pentade (Halbdekade): „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525-2025“.

 

 

Foto: Wolfgang Krauß, Augsburg

Während der Tagung wurde diese Pentade am 10. Oktober offiziell eröffnet. Im Gottesdienst bzw. bei der Eröffnungszeremonie wirkten u.a. der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) und derzeitige Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Pastor Christoph Stiba, und die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG), Pastorin Doris Hege, mit. Schon im Frühsommer war das zum ersten Themenjahr gehörende Themenheft erschienen. Für diesen Zeitpunkt, für das Himmelfahrtswochenende, war die Eröffnung der Pentade eigentlich geplant gewesen, im Zusammenhang des Gemeindetags der AMG in Weierhof/Pfalz und des Bundesrats des BEFG in Kassel.

Der VFF hat seine jährliche Tagung auf das kommende Jahr verschoben: 23.-25.4.2021. Das für 2020 geplante Programm unter dem Titel „Zwischen Ohnmacht und Vollmacht. Machtstrukturen und Machtausübung in Freikirchen“ wird weitgehend beibehalten, vgl. https://www.freikirchenforschung.de/resources/aktuell/Tagung2020Flyer.pdf. Die Mitgliederversammlung des VFF wurde am 25. Oktober im baptistischen Gemeindezentrum Hamm nachgeholt. Es gab keine online-Alternative, da der Vorstand satzungsgemäß in schriftlicher Abstimmung neu zu wählen war. Gewählt wurden als 1. Vorsitzender Dr. Andreas Liese (Co-Vorsitzender des Historischen Beirats des BEFG), als 2. Vorsitzende PD Dr. Astrid von Schlachta (Vorsitzende des Mennonitischen Geschichtsvereins), als Geschäftsführer Reimer Dietze (Dozent am Theologischen Seminar des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden Erzhausen) und als Schatzmeisterin Dr. Astrid Nachtigall (Leiterin des Herausgeberkreises des Jahrbuchs Freikirchenforschung).

Von Schlachta als 1. Vorsitzende und Liese als 2. Vorsitzender stehen auch dem Verein „500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.“ vor, der die Pentade des Täufergedenkens 2020-2025 organisiert. In der Steuerungsgruppe arbeiten neben Mennonit*innen und Baptist*innen auch PD Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik Paderborn und die Geschäftsführerin der Ökumenischen Centrale der ACK, Dr. Verena Hammes, sowie KI-Freikirchenreferent Dr. Lothar Triebel mit.

Ansprechpartner

Pfr. Dr. Lothar Triebel
Referat Freikirchen

Telefon

06251.8433.22