Die Verantwortlichen in der EKD sollten die Mitglieder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) stärker an den Vorbereitungen für das 500-jährige Reformationsjubiläums 2017 beteiligen. Dafür plädiert der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim, Pfarrer Walter Fleischmann-Bisten. Er sprach am 26. März bei der Tagung „Christ und Politik“ im thüringischen Bad Blankenburg. Nach seinen Worten haben die meisten Freikirchen trotz aller Demütigungen nicht vergessen, „dass auch sie Kinder der unvollendeten Reformation sind“. Im 16. Jahrhundert hatten Lutheraner die Täuferbewegung verfolgt. Der Lutherische Weltbund hatte sich 2010 nach knapp 500 Jahren bei den Mennoniten entschuldigt, dass sie damals verfolgt und umgebracht wurden. Wie Fleischmann-Bisten weiter sagte, kann es 2017 nicht um „neue Selbstbehauptungsversuche“ gehen wie bei früheren Reformationsjubiläen. Gerade gegenüber der wachsenden Zahl Konfessionsloser komme es darauf an, Zeichen für eine gemeinsame Verkündigung des Evangeliums zu setzen.

(idea)