Ende März 2020 veröffentlichte die griechisch-orthodoxe Erzdiözese von Amerika ein Dokument mit dem Titel „For the Life of the World: Toward a Social Ethos of the Orthodox Church“ (Für das Leben der Welt: Auf dem Weg zu einem sozialen Ethos der Orthodoxen Kirche).[1] Es handelt sich um das Ergebnis der Arbeit einer Kommission, die von…

I. Introduction It is time to serve the Lord §1 The Orthodox Church understands the human person as having been created in the image and likeness of God (Genesis 1:26). To be made in God’s image is to be made for free and conscious communion and union with God in Jesus Christ, inasmuch as we…

Der Papst hat es sich so gewünscht. Gott führe den Menschen nicht in Versuchung, der Mensch gerate höchstens in eine solche. Deshalb ändert sich für Katholiken ab dem 29. November der Wortlaut – in Italien zumindest. Und in Deutschland?

Ein homogenes „evangelikales Schriftverständnis“ gibt es so wenig wie ein „universitär-theologisches Schriftverständnis“ oder wie einheitliche Ergebnisse hermeneutischer Ansätze, die auf der historisch-kritischen Methode aufbauen. Allerdings rechtfertigen drei miteinander im Zusammenhang stehende Aspekte die Rede von einem „evangelikalen Schriftverständnis“: Die evangelikale Abgrenzung gegenüber dem theologischen Schriftverständnis, wie es an den Universitäten gelehrt wird Die Versuche innerhalb…

Nach einem Jahrtausend der Trennungen und Spaltungen brach die Zeit der kirchlichen Sammlung an. Während das 19. Jahrhundert zu Recht als das Jahrhundert der Mission bezeichnet wurde, lässt sich das 20. Jahrhundert als „Das Jahrhundert der ökumenischen Bewegung“ beschreiben. Die Griechen verstanden unter „ökumene“ den vom Menschen erschlossenen Lebensraum der Erde. Auf weltlichem Gebiet werden heute stattdessen Begriffe wie „international“ und „universal“ angewendet, während auf geistlichem Gebiet der Begriff „ökumenisch“ eine weite Verwendung erfährt, ja mitunter geradezu revolutionär gebraucht wird. Schon in der vorchristlichen Antike kannte man dieses Wort, gemeint war damit die zivilisierte Menschheit, die damals mit dem römischen Reich identisch verstanden wurde.

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland e.V. (ACK) ist ein Zusammenschluss christlicher Kirchen, um die ökumenische Zusammenarbeit teils zu fördern, teils zu fordern, Spuren auf dem Wege zur Einheit der Kirchen zu verfolgen und zukünftig zu ziehen. Die Gründung erfolgte in Kassel an 1. März 1948 noch vor der Zusammenkunft der ersten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Amsterdam. Die ACK repräsentiert gegenwärtig ca. 50 Mio. Christen in Deutschland. Grundlegen und verbindlich sind „Die Leitlinien für die ökumenische Zusammenarbeit in den Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene“ wurden auf der Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main, 17. Oktober 2012, in 2. Aufl. beschlossen.

Franziskus lebte ihn einer Zeit, als die „Imitatio Christi“ die Frömmigkeit prägte. Was ihn aber von anderen Persönlichkeiten seiner Zeit unterschied, war die Radikalität, in welcher er dies tat. Nachdem er in seiner frühen Zeit das ausschweifende Leben eines Sohnes reicher Eltern führte, richtete er nach seiner Bekehrung seinen Lebensstil nach der Lebensweise Jesu aus. Dabei orientierte er sich nicht am dogmatischen Jesus, wie ihn die Theologie der Kirche lehrt, sondern an dem, mit dem er sich identifizieren konnte: dem menschlichen Jesus, der am Kreuz gestorben ist, einsam und gescheitert.

Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Lima-Erklärung “Taufe, Eucharistie und Amt – Konvergenzerklärungen der Kommission für Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen” ist die wechselseitige Anerkennung der Taufe, die elf Kirchen am 29. April 2007 im Dom zu Magdeburg im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes unterzeichnet haben, ein wichtiger ökumenischer Schritt.

Freikirchen sind zu einem Thema kritischer medialer Diskurse geworden und werden dabei häufig in einen Zusammenhang mit der Ausbreitung evangelikaler Bewegungen und mit Fundamentalisierungsprozessen der christlichen Religion gestellt. Ein nicht geringer Teil der Informationsanfragen, die an evangelische und katholische Weltanschauungsbeauftragte gerichtet werden, bezieht sich auf neue christliche Gemeinschaftsbildungen. Die etablierten Kirchen und Gemeinschaften sind mit einer neuen stilistischen Vielfalt in den Ausdrucksformen christlicher Frömmigkeit konfrontiert. Migration, Mission und religiöse Globalisierung verschärfen nicht nur kulturelle, weltanschauliche und religiöse Pluralisierungsprozesse.