Einsetzung der Sakramente

Die Frage der historischen Einsetzung durch Jesus ist für die Kirche kein Problem. Es genügt, zu wissen, dass sie letztlich im Heilswillen Christi gründen.

Sieben Heilszeichen hat die katholische Kirche aus einer ursprünglich größeren Zahl von „Mysterien“ herausgehoben.

Taufe, Firmung und Eucharistie sind die „Sakramente der christlichen Initiation“ (KKK 1212), in denen die Grundlage des christlichen Lebens gelegt wird. Die altkirchliche Firmung wurde im Westen aufgespalten in eine Salbung, die Bestandteil der Taufe ist, und die Salbung durch den Bischof, die heute erst einige Jahre nach der Erstkommunion stattfindet.

Buße und Krankensalbung sind „Sakramente der Heilung“ (KKK 1421).

Priesterweihe und Ehe sind „Sakramente des Dienstes für die Gemeinschaft“ (KKK 1534); sie heißen auch „Standessa­kra­men­te“, weil sie die Funktion der Empfänger für die Kirche betreffen.

In einer anderen Einteilung stehen Taufe und Eucharistie als „sacra­menta maiora“ den übrigen „sacramenta minora“ gegenüber.

Drei der sieben Sakramente können nicht wiederholt werden, weil sie eine bleibende Prägung verleihen, den „character indelebilis“: Taufe, Firmung, Priesterweihe. Die Taufe kann in Notfällen auch von Laien vollzogen werden. Die Firmung kann bei einer Erwachsenentaufe oder in Todesgefahr auch vom Priester gespendet werden.

„Ex opere operato“

Es gilt, dass Sakramente „ex opera operato“ („durch den Vollzug“) wirken. Dies gilt nicht für diejenigen liturgischen Handlungen, die „Sakramentalien“ heißen. Dies sind zeichenhafte gottesdienstliche Handlungen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden (SC 60). Meist handelt es sich um Segnungen: gesegnet werden Personen – eine Mutter vor der Geburt, Schulanfänger, Ehejubilare – oder Sachen: Adventskranz, Weihwasser, Krankenhäuser, Kläranlagen, Arztpraxen, Tiere, Flugzeuge, Musikinstrumente, um nur einiges zu nennen. Sakramentalien wirken nicht aufgrund des Vollzuges, nicht „ex opere operato“, sondern kraft des Gebets der Kirche. Sie verleihen die Gnade nicht, sondern bereiten darauf vor, sie zu empfangen und mit ihr mitzuwirken (KKK 1670).

Die Lehre von der Wirkung der Sakramente durch den Vollzug speist sich aus den Erfahrungen der Alten Kirche im Ketzertaufstreit: Sakramente wirken auch, wenn der menschliche Spender unwürdig ist. Der Ritus ist nur Medium, durch das Christus selbst als der eigentlich Handelnde wirkt. Der Spender muss aber die Intention haben, das Sakrament „der Absicht der Kirche gemäß“ zu feiern (KKK 1128). Beim Empfänger ist gefordert, dass er sich dem im Sakrament auf ihn zukommenden Herrn im Glauben öffnet. Tut er das nicht, sondern schiebt einen Riegel vor, kann das Sakrament bei ihm keine Wirkung entfalten.

Sakramentalien

Von den Sakramenten zu unterscheiden sind liturgische Handlungen, die man Sakramentalien nennt. Bei den Sakramentalien handelt es sich überwiegend um Segnungen von Personen – eine Mutter vor der Geburt, Schulanfänger, Ehejubilare – oder Sachen: Adventskranz, Weihwasser, Krankenhäuser, Kläranlagen, Bankfilialen, Feuerwehrfahrzeuge, Arztpraxen, Tiere, Flugzeuge, um nur einiges zu nennen. Sakramentalien wirken kraft des Gebets der Kirche. Sie verleihen die Gnade nicht, sondern bereiten darauf vor, sie zu empfangen und mit ihr mitzuwirken (KKK 1670).

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